Workshops

Wir von Zucker im Tank haben in den letzten beiden Jahren ein Workshop-Programm zu Themen, die wir für wichtig und/oder unterrepräsentiert in der Klimagerechtigkeitsbewegung halten, zusammengestellt. Es geht uns vor allem darum, Menschen zu ermutigen, sich zu organisieren, um mit selbstermächtigenden, vielfältigen Aktionen Widerstand leisten zu können. Wir verstehen uns dabei keinesfalls als Expert*innen, sondern sehen unsere Workshops eher als eine Gelegenheit, Wissen und Fähigkeiten miteinander zu teilen.

Wir unterstützen euch bei euren Aktionsideen in Form von Beratung und Workshops, die euch die Fähigkeiten vermitteln sollen, um eure Aktionen selbst vor- und nachzubereiten. Dafür bieten wir die unterhalb aufgelisteten Workshops an. Ladet uns gerne ein! 

Unser Anspruch ist es, emanzipatorische Kämpfe zu verbinden. Daher freuen wir uns besonders, falls unser Wissen auch außerhalb von Klimakontexten Anwendung findet und, andersherum, wir etwas von anderen Bewegungen lernen können.

Ihr könnt uns jederzeit kontaktieren, wenn ihr in euren Räumen oder auf eurem Camp einen dieser Workshops veranstalten wollt. Wir kommen gerne als Referent*innen (fast) überall hin! 🙂

How to do a Kleingruppenaktion

Welche Kleingruppenaktionen (von Sprühkreideaktion bis Baggerblockade) sind möglich? Wie kann so eine Aktion ablaufen und welche Aufgaben gibt es zu verteilen? Der Workshop soll die Fähigkeiten vermitteln, die notwendig sind, um eigene Aktionen zu planen und durchzuführen.

/Umfang: 3 Stunden /

Pressearbeit für Kleingruppen

Wie bringt ihr eure Botschaft in die Medien? Mit Grundlageninfos und praktischen Übungen versuchen wir, einen kurzen Einblick zu vermitteln, wie ihr eure eigene Pressearbeit machen könntet.

/Umfang: 3 Stunden/

Kohleinfrastruktur im Rheinland

Hier geht es um den genauen Ablauf der Braunkohleförderung: vom Bagger in der Grube über Förderbänder und Kohlezüge bis zum Kraftwerk. Lernt das Rheinische Braunkohlerevier kennen! Wie sieht das Umfeld aus, wo sind mögliche Aktionsorte, wie bewegt ihr euch, ohne entdeckt zu werden?

/Umfang: 1-3 Stunden/

Umgang mit Gefangenschaft

Der Workshop verschafft zunächst einen Überblick zum Ablauf: von der Festnahme, der Zeit in der Gefangenensammelstelle (Gesa) bis zur Haftstrafe im Knast. Dann versuchen wir gemeinsam, mögliche Strategien zum Umgang mit der Polizei und mit dem Aufenthalt in Einzelzellen zu entwickeln.

/Umfang: 2 Stunden/

Aktions- und Struktursmartphones sicher benutzen

Ein Workshop dazu, wie digitale Technik in Aktionen zum Einsatz kommen kann, ohne eure Sicherheit zu gefährden. Welche Apps können nützlich sein und welche Vorsicht ist vielleicht übertrieben? Außerdem wird es Raum geben, über Smartphones in Polit-Kontexten zu reflektieren. (Hinweis: Es geht nicht darum, private Handys von Google zu befreien.)

/Umfang: 2 Stunden/

Lock-On-Aktionen durchführen

Sich mit einem sogenannten „Lock-On“ an etwas anzuketten, kann dabei helfen, Blockaden zu verlängern. Dieser Workshop gibt einen Überblick darüber, wie so eine Aktion aussehen kann, welche Materialien benötigt werden und welche Rollen erfüllt werden müssen. Außerdem werden wir über emotionalen Stress und den Umgang damit reden.

/Umfang: 2.5 Stunden/

Lock-On Bastelworkshop

Kleine Hilfsmittel können zu einer gelungenen Aktion beitragen. Manche Blockaden können dadurch verlängert werden, dass technische Hilfsmittel dazu genutzt werden, um sich an etwas oder jemandem zu befestigen. Welche Möglichkeiten gibt es und wie wird so etwas in der Praxis gebastelt?

Anarchismus in Theorie & Praxis

Eine kleine Einführung in die weite Welt des Anarchismus. Zusammen diskutieren wir, was dieser Begriff eigentlich alles bedeuten kann und was für Widersprüche er in sich birgt. Es geht um einen kleinen Überblick zu dieser umstrittenen Theorie, von vergangenen Ideen bis zur aktuellen Praxis.

/Umfang: 2,5 Stunden/

Was ist eigentlich Gewalt?

Gewalt – ein oft gebrauchter Begriff. Doch worüber reden wir dabei genau? Zusammen wollen wir verschiedene Formen von Gewalt um uns herum reflektieren. Wir werden über Militanz, zivilen Ungehorsam und “Gewaltfreiheit” sprechen. Wie wird der Gewaltfreiheits-Begriff benutzt, um Bewegungen zu spalten? Lasst uns eine neue Bewertungsinstanz für unsere eigenen Aktionsformen entwickeln, in der wir frei sind, zu entscheiden, was zu uns passt.

/Umfang: 2 Stunden/

„Überwacht euch doch selbst!“ – Sicherheitskultur in Graswurzelgruppen

Der Workshop vermittelt einen ersten Überblick über verschiedene Methoden, die Arbeit von Aktivist*innen zu überwachen. Wir sammeln gemeinsam Gegenmaßnahmen und Techniken gegen Überwachung und sprechen darüber, was wann sinnvoll ist und wie wir verhindern, vor lauter Paranoia nicht mehr arbeitsfähig zu sein.

/Umfang: 1.5-2.5 Stunden/

Personalienverweigerung

Bei manchen Aktionen kann es sinnvoll sein (oder auch als eigene Aktionsform gewünscht sein), die Preisgabe der eigenen Personalien zu verweigern. Wir besprechen zusammen, welche Mittel und Wege es gibt, die eigene Identität vor den Cops möglichst effektiv zu verheimlichen.

/Dauer: 1.5-2.5 Stunden/

Vortrag: „Gut leben mit Schulden“

Zivilklagen mit unbezahlbaren Summen sind ein wirksames Repressionswerkzeug. Doch auch mit einer Vermögensauskunft und dem Ignorieren von Geldforderungen lässt es sich noch gut leben. In diesem Workshop geht es darum, wie man sich darauf vorbereiten kann und was es alles zu beachten gilt.

/Dauer: 2.5 Stunden/