Dörfer, Wälder, Inseln – ALLE BLEIBEN!

Aufruf zu Kleingruppenaktionen im rheinischen Revier vom 20.-24. Juni 2019

Im rheinischen Braunkohlerevier hat sich im Laufe des vergangenen Jahres eine neue Allianz
gebildet: Ein Bündnis zwischen Anwohner_innen, deren Dörfer von Zerstörung bedroht sind, und
lokalen Gruppen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung.
Und diese Bewegung ist in diesen Tagen stärker denn je – aber die Zeit drängt auch wie nie zuvor,
wenn wir die globale Erwärmung aufhalten wollen, bevor sie unkontrollierbar wird.
Es geht um die Dörfer – niemand soll mehr wegen Kohleverstromung enteignet und
zwangsumgesiedelt werden. Die Anwohner_innen sind Freund_innen der Klimabewegung
geworden und wir stehen Hand in Hand für den Verbleib aller Dörfer.
Es geht um den Hambacher Forst – der, wie die letzten gerichtlichen Entwicklungen zeigen,
immer noch nicht gerettet und nach wie vor von hunderten Menschen besetzt ist.
Und es geht um Inseln – die durch den steigenden Meeresspiegel verschwinden und symbolisch
für Millionen von Dörfern, Städten und Häusern stehen, die durch die globale Erwärmung
unbewohnbar gemacht werden, wenn wir nicht einschreiten.

Die Taktung unserer Aktionen wird höher, entsprechend auch der finanzielle Schaden unserer
Gegner_innen. Die Kohleverstromung geht nach den Plänen der Herrschenden noch bis 2038 weiter
– bis dahin wird die globale Erwärmung längst unkontrollierbar sein. Daher bleibt es für uns
zentral, wieder und wieder für Aktionen zusammenzukommen und der Zerstörung damit
gemeinsam ein Ende zu bereiten! Deswegen finden am Fronleichnams-Wochenende gemeinsame
Aktionstage der Klimabewegung im Rheinland statt. Alle Dörfer Bleiben, FridaysForFuture und
Ende Gelände werden tausende von Menschen ins Revier mobilisieren.


Mit Kleingruppenaktionen können wir den Protest in die geographische Breite tragen – an viele
verschiedene Orte in und ums Revier. Wir können zur Effektivität der Gesamtheit der Aktionen
beitragen, indem wir unberechenbar überall dort auftauchen, wohin uns unsere Gegner_innen nicht
folgen können. Und wir zeigen unsere praktische Solidarität mit all jenen, die von den Folgen des
Braunkohleabbaus betroffen sind.
Als Zucker im Tank wünschen wir uns dabei, dass alle Aktionen in ihrer Unterschiedlichkeit
gesehen werden und Raum haben. Keine Aktion soll eine andere unmöglich machen.


Zucker im Tank wird während der Fronleichnams-Tage Kleingruppen
unterstützen – mit Beratung, Tipps und praktischer Hilfe.

Kommt ins Rheinland und bereitet Aktionen vor! Lasst uns gemeinsam RWE und
dem Kohle-Staat die nächsten Stiche versetzen!



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